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PORTFOLIO

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Ich bin ein deutschsprachiger Künstler, der sich der Photographie und in besonderem Maße der Reportage- und Dokumentarphotographie widmet. Die Themen zu meinen Arbeiten finden sich in den Kurzmeldungen und Randnotizen, von Zeitungen, Zeitschriften und Reisepublikationen.

Was macht einen Ort zum Erinnerungsort? Wie prägen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten das Bild einer Gesellschaft? Und was passiert, wenn wir das Vertraute mit fremden Augen betrachten – oder im Fremden plötzlich Bekanntes entdecken? Diese Fragen stehen im Zentrum meiner photographischen Arbeit, die sich zwischen historischer Spurensuche und kulturanthropologischer Beobachtung bewegt.

Nachhaltig inspiriert wurde ich von der Arbeit der Anthropologin Ina Maria Greverus, insbesondere von der Publikation „Nahe Fremde – Fremde Nähe“. In ihr geht es nicht darum, Fremdheit als Problem zu begreifen, sondern als prägendes Merkmal moderner Gesellschaften. Greverus zeigt auf: Fremdheit ist kein starres Gegenüber, sondern ein flüchtiges Gefühl, das sich je nach Situation, Erfahrung und Perspektive immer wieder neu formt. Ausgrenzung, Entfremdung, aber auch kulturelle Begegnungen – all diese Alltagsphänomene lassen sich durch diesen Blickwinkel besser verstehen.

In einer Zeit, in der politische Debatten zunehmend von der Angst vor dem „Anderen“ geprägt sind, wird Photographie zum Akt des bewussten Hinschauens. Sie ist mehr als nur Dokumentation – sie ist eine Einladung, den eigenen Blick zu weiten. Nicht nur für die Fremden nebenan, sondern auch für die Fremdheit in uns selbst. Jedes Bild wird so zu einem Ort der Verhandlung: Was bedeutet Vertrautheit, wenn sie nicht als Besitz, sondern als ständige Neuentdeckung verstanden wird? Sie zeigt, dass das Fremde oft näher liegt, als wir denken – und das Vertraute manchmal fremder ist, als es scheint. Vielleicht ist es gerade diese Unschärfe, die uns lehrt, anders zu sehen. Und anders zu fragen.

Carl Veith