Nahe dem lothringischen Städtchen Boulay gelegen, war das Camp Ban Saint-Jean als Erholungscamp für die Soldaten der Maginot Linie angelegt; während der NS-Besatzung Frankreichs wurde es Kriegsgefangenenlager.
Ab 1941 sollten hier ausgehungerte ukrainische und sowjetische Soldaten vor ihrem Einsatz als Zwangsarbeiter in der besetzten Montanindustrie „zu Kräften“ kommen. Doch statt Genesung herrschten Hunger, mangelnde Hygiene, fehlende medizinische Versorgung und Morde – Tausende starben.
Nach 1945 übernahm die französische Armee wieder den Ban Saint-Jean, der im Jahr 2000 an die Gemeinde Denting überging. Seitdem ist Ban Saint-Jean ein beliebter Treffpunkt rechtsextremer Gruppen und Neonazis, die den Ort für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Gewidmet den tausenden, ukrainischen und sowjetischen Opfern des Ban Saint-Jean und der Kohlegruben, Eisenerzminen und Hüttenwerke in Lothringen und an der Saar.